Konzerte in Hamburg. Klassische Musik mit Hamburger Camerata.
 
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20. April 2011
20 Uhr, Laeiszhalle Hamburg, Großer Saal
Konzerteinführung: 19.15 Uhr, Brahms Foyer



Vier geniale Frühwerke von drei jungen und einem nicht mehr ganz so jungen Meister hat Ralf Gothóni für das Frühjahrskonzert der Camerata-Saison 2010/2011 zusammengestellt.

Bis zu seinem ersten größeren Erfolg als Komponist mit der 1910 erschienenen „Fantasia on a Theme by Thomas Tallis“ war Ralph Vaughan Williams vor allem als Organist, Sammler von Volksliedern und Herausgeber eines Kirchengesangbuches hervorgetreten. In dem 1906 von ihm edierten English Hymnal findet sich jene Melodie des großen englischen Renaissance-Komponisten Thomas Tallis, die Williams seinem Erfolgsstück zugrundelegte. Seine Tallis-Fantasia ist ein Tribut an das „Goldene Zeitalter“ der englischen Musik. Williams griff dafür die alte Technik der Fantasie auf, bei der sich eine variierte Kernmelodie durch alle Stimmen zieht. Sein Doppelkonzert für Violine und Klavier schrieb Felix Mendelssohn Bartholdy im zarten Alter von 14 Jahren. Gedacht war das Werk für die Sonntagskonzerte im Hause Mendelssohn; für eine repräsentative Aufführung im Berliner Schauspielhaus komponierte der Jungmeister noch einen Bläsersatz hinzu. Selbstkritisch wie er war, zog der reife Mendelssohn das Werk aber später zurück – und so schlummerte es bis zu seiner ersten Wiederaufführung 1957 im Archiv der Berliner Staatsbibliothek.

Die Symphonie „Le Printemps“ von Darius Milhaud trägt zwar die stolze Opusnummer 43, sie ist aber tatsächlich ein Frühwerk im Schaffen des immens produktiven Komponisten: Milhaud brachte es auf insgesamt 440 Opera. Die „kleine Symphonie“ für Kammerorchester schrieb der 25-Jährige 1917 während der Zeit, als er als Attaché für den französischen Botschafter in Brasilien, Paul Claudel, arbeitete.

Wie Mendelssohns Doppelkonzert galt auch George Bizets Erste Symphonie lange als verschollen. Der Komponist schrieb die C-Dur-Symphonie im November 1855 im Alter von 16 Jahren; sie war offensichtlich nur als studentische Hausaufgabe gedacht. Unentdeckt schlummerte Bizets heute so beliebtes Werk bis 1933 in der Bibliothek des Pariser Conservatoire, wo es von einem Bekannten seiner Witwe hinterlegt worden war.

Unter der Schirmherrschaft des Generalkonsulats von Finnland Hamburg
Mit freundlicher Unterstützung von J.J. Darboven



Ralph Vaughan Williams 1872–1958
Fantasia for double string orchestra
on a theme by Thomas Tallis

Felix Mendelssohn Bartholdy 1809–1847
Konzert d-moll für Violine, Klavier
und Streichorchester

Darius Milhaud 1892–1974
Le Printemps für Kammerensemble

Georges Bizet 1838–1875
Symphonie C-Dur WD 33

Elina Vähälä Violine
Ralf Gothóni Klavier und Leitung

 

 

Wir danken unseren Förderern und Sponsoren der Saison für ihre freundliche Unterstützung:
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