8. Februar 2011 20 Uhr, Laeiszhalle Hamburg, Großer Saal
Konzerteinführung: 19.15 Uhr, Brahms Foyer

Mit einem Konzert, das ganz im Zeichen des klassisch-apollinischen Ideals von Klarheit, Maß und Schönheit steht, ehrt die HAMBURGER CAMERATA Max Pommer zu seinem 75. Geburtstag. Dieses Ideal entspricht dem künstlerischen Streben von Max Pommer, der mit Ende der laufenden Saison nach zehn erfolgreichen Jahren sein Amt als Künstlerischer Leiter der Camerata niederlegen wird.
Igor Strawinskys Ballett Apollon Musagète (Apollon, der Musenführer) steht demonstrativ am Anfang des Geburtstagskonzertes für Max Pommer. Es ist das Schlüsselwerk von Strawinskys klassizistischer Periode; eine Musenvollversammlung aus dem Geiste der französischen Klassik und eine Apotheose der Kunst.
Um die Frage, was wichtiger ist in der Oper, das Wort oder die Musik, kreist alles in Richard Strauss’ spielerisch-gelöstem Konversationsstück „Capriccio“. Doch ist in diesem heiteren Alterswerk kein Platz für ein harsches Entweder-oder. Die schöne Gräfin mag beide Bewerber, den Dichter und den Musiker, und fragt am Schluss schelmisch ihren Spiegel: „Gibt es eine Lösung, die nicht trivial ist?“ Wohl nicht. So fühlt sich auch Max Pommer immer wieder verpflichtet, der „Musik als Sprache“ auf den Grund zu gehen und Artikulation und Ausdrucksgefühl eng miteinander zu verknüpfen.
Für Robert Schumann war „Musik die Sprache des Gefühls“. Und so liegt es nahe, dass sich gerade Mozarts abgründiges Konzert d-moll KV 466 bei den Romantikern größter Beliebtheit erfreute. – Für das anstehende Konzert konnte nun in Kooperation mit der Deutschen Stiftung Musikleben mit der jungen Pianistin Olga Scheps ein Ausnahmetalent der jungen Elite gewonnen werden.
Mit einer Festmusik klingt das Konzert zu Ehren von Max Pommers 75. Geburtstag aus. Die „Hafner Musique“ schrieb Mozart zur Nobilitierung des Salzburger Honoratioren Sigmund Haffner im Juli 1782. Doch die Serenade wurde nicht rechtzeitig fertig, und so arbeitete der Komponist sie später zur Symphonie um. Erstaunt über die Qualität der so eilig komponierten Musik schrieb er seinem Vater: „Die Neue Hafner Sinfonie hat mich ganz surpreniert – dann ich wusste kein wort mehr davon; – die muss gewiss guten Effect machen“.
Rolf Seelmann-Eggebert, der Grandseigneur des deutschen Gesellschaftsjournalismus, wird das facettenreiche Konzert in kurzer Form moderieren.
In Kooperation mit der Deutschen Stiftung Musikleben
Mit freundlicher Unterstützung der Freien und Hansestadt Hamburg
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Igor Strawinsky 1882–1971
Apollon Musagète
Ballett für Streichorchester
Wolfgang Amadeus Mozart 1756–1791
Klavierkonzert Nr. 20 d-moll KV 466
Richard Strauss 1864–1949
Capriccio für Streichorchester
Wolfgang Amadeus Mozart
Symphonie Nr. 35 D-Dur KV 385 Haffner
Olga Scheps Klavier
Rolf Seelmann-Eggebert Moderation
Max Pommer Leitung |